„Dass man ihre Synagogen mit Feuer anstecke …“

Martin Luther und die Verfolgung der Juden in Deutschland

Mit Hubert Brieden (Historiker)

Mi., 29.11.2017, 19.30 Uhr – Theatersaal (5.115)

Die Hexenprozesse in Calenberg- Göttingen fanden in unruhigen Zeiten statt:
Kriegszüge und Wirtschaftskrisen bestimmten das Alltagsleben und die Reformation hatte sich noch nicht endgültig im Fürstentum durchgesetzt. Katholische und protestantische Fraktionen der Landesherrschaft kämpften um Macht und Einkommen. Aufstandsbewegungen sorgten in anderen
Teilen Deutschlands und Europas für Unruhe in den Herrscherhäusern. Die Hexenprozesse zwischen 1567 und 1574 stellten einen Versuch Herzog Erichs II. dar, die Reformierung seines Fürstentums rückgängig zu machen. Gleichzeitig wurde jüdischen Einwohnern der Aufenthalt im Land verboten und ein grausiger Prozess gegen zwei Juden geführt. Vor der Hinrichtung sollten sie durch Folter zum christlichen Glauben bekehrt werden.

Im Vortrag werden die Voraussetzungen für den weit verbreiteten Teufels- und Hexenwahn analysiert und die Frage gestellt, welche Rolle die Schriften und Predigten des Reformators Martin Luther bei der Durchsetzung des Judenhasses in Deutschland spielten.

Luther


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