Wider das Vergessen – „Ich werde nie eine sein, die schweigt“

Zeitzeuginnengespräch mit Sonja Barthel

Termin folgt.

„Ich habe in meinem Leben immer Glück gehabt“ – ein Satz, den Sonja Barthel mit voller Überzeugung sagt. Natürlich sei da damals die Angst gewesen, aber die habe sie ein Stück zu verdrängen versucht. Damals, damit meint sie Nazi-Deutschland und den Holocaust.

Sonja Barthel, die jüdische Wurzeln hat, hat den Nationalsozialismus mit allen schrecklichen Facetten überlebt. Sonja hat sich schon immer gegen Faschismus, Krieg, Rassismus, Antisemitismus und das Vergessen eingesetzt. Sonjas Devise lautete dabei immer: Stehen zu dem, was gut und recht ist, und nicht den Mund halten. In dem Zeitzeuginnengespräch möchte Sonja nochmal allen Mut machen sich gegen Rassismus und Antisemitismus zu engagieren und wird dabei die Notwendigkeit dessen betonen.

Wer ihr begegnet, erlebt eine Frau, welche inzwischen schon 100 Jahre ist, mit wachem Geist, heiter und warmherzig.

Wir danken Sonja bereits jetzt für ihr Engagement und freuen uns, im Gespräch noch viel lernen zu können.

***Evtl. Nachholtermin***: Rassismus ohne Rassist*innen.

*** VORTRAG AUSGEFALLEN, EVTL. NACHHOLTERMIN***

Liebe Interessent*innen,
aus gesundheitlichen Gründen muss der geplante Vortrag von Nadine Golly-Nyonato am Montag leider ausfallen.

Wir bemühen uns um einen zeitnahen Nachholtermin und setzen euch darüber in Kenntnis, sobald wir etwas wissen.

Vielen Dank für euer Verständnis,
Fachschaftsrat Soziale Arbeit
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Rassismus. Wissen. Sprache und Weißsein. Positionen und Optionen in der Hochschule

Mit Nadine Golly-Nyonato

Ursprünglich: Mo., 06.11.2017, 19.30 Uhr – Aula (Nachholtermin wird versucht)

„Für mich sind alle Menschen gleich!“ – Warum gibt es Rassismus, wenn doch (fast) alle nicht rassistisch sind? Dieser Vortrag geht der Frage nach, was sogenannte „Farbenblindheit“ mit Rassismus zu tun hat. Dafür wird Weißsein als ein Konzept eingeführt, das die Analyse von rassistischen gesellschaftlichen Verhältnissen ermöglicht. Dabei geht es nicht darum, Unterscheidungen festzuschreiben, sondern das machtvolle Moment ihrer Entstehung und Stabilisierung in den Blick zu nehmen.
Es geht darum, den Blick auf scheinbar Selbstverständliches zu lenken und weiße Positionen zu benennen mit Analysemöglichkeiten, um (eigene) sozialstrukturell bedingte Vorteile zu erkennen, einzuordnen und zu reflektieren. Konkret: Was kann Kritisches Weißsein bedeuten – im privaten Umfeld, im Kontext Hochschule, als Kommiliton*in, Studierende*r, AstA-Mitglied, als Lehrende*r, als Verwaltungsmitarbeiter*in und in politischen und aktivistischen Zusammenhängen? Und wie kann ich die Hochschule als Raum gestalten, in dem möglichst alle lernen können?